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TRP Jugendmannschaftspokal für Breitensportformationen
27.11.2017 21:12
von Christine Reichenbach
Jugendmannschaftspokal der Formationen in Ingelheim
Jugendmannschaftspokal der Formationen in Ingelheim

Der TRP Jugendmannschaftspokal und der Mannschaftspokal der Formationen fand erneut in Ingelheim statt. Neun Mannschaften, zwei mehr als im Vorjahr, stellten sich der Konkurrenz in den Kategorien Jugend I, Jugend II und Erwachsene.

Die Teams zeigten unterschiedliche Tanzrichtungen wie Standard, Latein, Salsa, Hip-Hop, Jazz Modern Dance und Rock’n’Roll. Die Reihenfolge in der Vorrunde wurde ausgelost, den Anfang machte die Standardformation des gastgebenden TSC Ingelheim. Die Wertungsrichter Peter Esmann, Markus Mengelkamp und Dr. Andreas Nothdurft hatten die Aufgabe, fünf Kriterien zu bewerten: Musikalität, tänzerische Leistung, Kreativität, Performance und den Schwierigkeitsgrad. Ein- und Ausmarsch, Aufmachung und das Erscheinungsbild der Tänzer sowie die Qualität der Musikwiedergabe mussten außer Acht gelassen werden. Nach einer halbstündigen Pause durften alle Mannschaften erneut zeigen, was in ihnen steckt.

Sieger des TRP-Pokals der Kategorie Jugend I wurden die „Latin Stars” vom TSC Crucenia Bad Kreuznach, die ihre Choreographie mit Latein, Salsa und Bachata Einflüssen erstmals Ende Oktober beim Crucenia Ball präsentierten. Die Mannschaft, bestehend aus drei Turnierpaaren und zwei Mädchenpaaren, entschloss sich daraufhin, beim Jugendmannschaftspokal an den Start zu gehen. Die Paare tanzten sehr synchron und mit jeder Menge Spaß. Auf Platz zwei tanzte die jüngste Mannschaft, das Team „ELITE” aus Winnweiler. Für die Jungs und Mädels im Alters von 7 bis 13 Jahren war der Auftritt nach nur zwei Monaten Vorbereitungszeit eine Premiere. Obwohl sie sehr aufgeregt waren, machten sie ihre Sache sehr gut und die Trainerinnen stolz.

Neun „Fireladies” aus Gustavsburg überzeugten mit einem ausdrucksstarken Medley, choreographiert von Ornella Di Dato, und holten damit den Sieg bei der Jugend II. Die Show beinhaltete verschiedene Stilrichtungen wie Videoclipdance, Hip Hop und Jazz. Zweite wurden die „White Devils”, eine achtköpfige Rock ‘n’ Roll Formation aus Darmstadt. Das „team unique” vom TSC Neuwied nahm bereits im vergangenen Jahr am Jugendmannschaftspokal teil. Frontmann Gabriel Hermes fiel wegen einer Knieverletzung aus, so dass seine fünf Damen ohne ihn auskommen mussten. „Normalerweise ist die Gruppe größer”, sagte Hermes. „Wir haben kurzfristig ein kleines, aber feines Team zusammengestellt und die Choreo entsprechend angepasst”. Die Crew hat bereits an einigen Wettbewerben teilgenommen und freut sich, im nächsten Jahr mit mehr Leuten an den Start zu gehen. Sie tanzten in der Gesamtwertung auf Platz drei und erhielten für ihre Leistung den TRP Pokal der Jugend II, da die Erst- und Zweitplatzierten nicht aus Rheinland-Pfalz kamen. Platz vier ging an die Jazz Modern Dance Gruppe „Dancing Stars” vom TC Rot-Weiss Casino Mainz. „Von 20 Mädchen, wovon viele schon seit dem Kindergarten dabei sind, konnten nur sieben starten”, bedauerte Trainerin Petra Regner. Viele Kinder und Jugendliche waren wegen Schulveranstaltungen verhindert. Dies betraf nicht nur die Mainzer, sondern auch noch andere Mannschaften, die mit verminderter Teilnehmerzahl aufliefen. Die „Dancing Stars” tanzten zu einem gefühlvollen Lied und schafften es, mit weichen fließenden Bewegungen die Stimmung der Musik zu transportieren.

Bei den Erwachsenen gewann die Lateinformation aus Saulheim nicht nur das Turnier, sondern auch den TRP Pokal. Die Formation wird kommende Saison in der Oberliga an den Start gehen. „Da wir nur die Minimalbesetzung von sechs Paaren haben, darf wirklich nichts dazwischen kommen”, so die Trainer Stephanie Höll und Matthias Heineck. „Besser wären natürlich acht Paare.” Der Sieg war für das sympathische Team mit seinem Trainerduo eine gelungene Generalprobe. Bis zu Beginn der Liga sollte jedoch im Bereich Technik noch ein wenig mehr gearbeitet werden. Platz zwei ging an die Ingelheimer Standardformation, die sich Anfang 2008 für einen Auftritt anlässlich des Galaballs zum 30-jährigen Vereinsjubiläum zusammenfand. In der Konstellation war es der erste Auftritt der acht Paare. Die Ingelheimer Lateinformation, bestehend aus sieben Paaren, präsentierte eine Choreografie, die erst wenige Wochen zuvor fertiggestellt wurde. Ein Paar der Formation bekam vier Monate zuvor Nachwuchs. Acht Wochen nach der Geburt gab der Arzt das Ok, dass sie wieder trainieren dürfen. Damit stand einem Start in Ingelheim nichts mehr entgegen. Eine Dame fiel wegen einer Verletzung aus. Glücklicherweise sprang ihre Schwester ein. Sie musste innerhalb einer Woche die Choreo lernen, damit der Herr mittanzen konnte. Auch für die Lateinformation war es nach der Neuformierung der erste offizielle Auftritt. Trotz der Widrigkeiten brachte das Team eine gelungene Performance auf die Fläche und tanzte damit auf Platz drei.

Die Mannschaften

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