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TRP Come Together Kids – erstmals für Hip Hop, Salsa und West Coast Swing
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Lehre und Ausbildung Aktuell

28.06.2019 07:49
von Matthias Hußmann

TRP Come Together Kids – erstmals für Hip Hop, Salsa und West Coast Swing

Eingebettet in die Ingelheimer Spargelturniere fand am 21.06.2019 das erste Mal ein TRP Come Together Kids für Hip Hop, Salsa und West Coast Swing statt. Zu den Praxis-Workshops meldeten sich weitaus weniger Kinder und Jugendliche als erwartet an. West Coast Swing und Salsa ab Jugendalter mussten mangels Teilnehmer abgesagt werden.

Für Hip Hop (erstes bis viertes Schuljahr) konnten sich einige Kinder begeistern – allerdings zu wenige, um den Praxisworkshop alleine durchführen zu können. So wurde er kurzerhand mit dem eigentlich parallel geplanten Workshop für Lehrende, Trainer und Interessierte kombiniert.

Es waren leider wenige Kinder – die, die mitgemacht haben, wollten am Ende aber nur ungern gehen. Zu allem Überdruss mussten sie am Ende erfahren, dass man bei Nicolas und Bea nicht so ohne weiteres bei einem weiteren Workshop mitmachen kann. Die beiden Referenten sind nicht in Ingelheim, sondern in Haßloch wohnhaft. Dort sind sie bei der Tanzschule Wolfer-Leibfried engagiert – Beatrix Leibfried, wie sie mit vollem Namen heißt, als Mitinhaberin der Tanzschule und zudem auch noch als 2. Vorsitzende der danceRepublic. der tanzsportclub e.V. Haßloch.

Mitgetanzt haben selbstverständlich alle 20 Teilnehmer und Teilnehmerinnen – und Spaß hatten sie alle gleichermaßen. Das konnte man an den durch das Tanzen erröteten Gesichtern ablesen. Für die Erwachsenen gab es in den Pausen zwischendurch noch jede Menge Tipps zum Aufbau von Choreos, zur Zusammensetzung der Gruppen im Hinblick auf Alter, Geschlecht und Musikauswahl. Interessant waren auch die von den beiden Haßlochern berichteten Erfahrungen, dass Kinder in einem bestimmten Alter Latin Moves eher peinlich finden, Jungs sich in reinen Boy Groups wohler fühlen und umgekehrt, und dass viele Kids ab etwa 6 Jahren schon keine Lust mehr auf Kindertanzen haben. Hip Hop und Videoclip-Dancing ist bei den Grundschülern cool und in – Kindertanzen ist im Gegensatz dazu etwas für die „Kleinen“.

Für die Übungsleiter und Lehrenden der ganz Kleinen im Alter von 2 bis 5 Jahren hatte Anja Reimers einen tollen Workshop vorbereitet. Sie gab spannende und kurzweilige Einblicke in die musikalisch-tänzerische Früherziehung im Vorschulalter. Sehr schnell merkte man, dass der Tanzsportverband Rheinland-Pfalz mit ihr eine weitere Referentin mit einem umfangreichen Erfahrungsschatz und mit professionellem Background für das Come Together verpflichten konnte. Selbst beim TSC Ingelheim e.V. in der Senioren S-Klasse Standard aktiv arbeitet sie unter der Woche als staatlich anerkannte Erzieherin. Anja Reimers demonstrierte unter Zuhilfenahme von verschiedenen Kleingeräten wie Tüchern, Gynmastikseil aber auch Bilderbüchern, Stofftieren und Marionetten, wie man mit Kindern kleine Tanzgeschichten entwickeln und gestalten kann. Im Vordergrund steht dabei immer die Bewegungsfreude und die Kreativität der Kinder. Lässt man hier den Kindern freien Raum, wird man als Erwachsener oftmals sehr positiv überrascht sein angesichts des Einfallsreichtums der Kinder. So lassen sich mit ein paar Tüchern und einem Gymnastikreifen ein Lagerfeuer „bauen“ und aus dem Gymnastikseil wird kurzerhand eine Schlange. Wichtig ist ihrer Erfahrung zufolge der Grundsatz „weniger ist mehr“. Es kommt gar nicht darauf an, den Kindern jede Stunde etwas Neues bieten zu müssen. Ganz im Gegenteil: Kinder mögen Vertrautes, wiederkehrende Bewegungsspiele und Lieder sowie feste Rituale. Das gibt ihnen Sicherheit und das können sie auch in entsprechenden Bewegungen zum Ausdruck bringen. Ganz nebenbei werden auf spielerische Weise Kraft, Balance, Koordination sowie die tänzerische Bewegung auf Musik vermittelt.

Verstauchungen, Verrenkungen, Knochenbrüche bis hin zum Herz-Kreislauf-Stillstand – Christine Bosch bereitete die Teilnehmer und Teilnehmerinnen auf alle Eventualitäten vor. Schwerpunktmäßig behandelte sie die Themen Verbände, Reanimation sowie die Nutzung eines Defibrillators. Anhand eines Dummys konnten die Teilnehmer unter Anleitung die Herz-Lungen-Wiederbelebung erlernen bzw. ihr Wissen dazu auffrischen. Oftmals liegt der Erste-Hilfe-Kurs einige Jahre zurück und man wird sich zunehmend unsicher. Es bedarf einer regelmäßigen Wiederholung und eines spezifischen Trainings, damit in Notfallsituationen richtig und vor allem schnell gehandelt werden kann. Genau aus diesem Grund müssen Ersthelfer/innen im Betrieb/Unternehmen alle zwei Jahre eine „Fortbildung in Erster Hilfe“ besuchen. Für Übungsleiter und Trainer gibt es eine solche Verpflichtung nicht, der TRP rät aber zu einer regelmäßigen Aus- und Fortbildung in Erste Hilfe.

Zum Abschluss referierte der TRP-Lehrwart, Thomas Rhinow, und informierte darüber, was beim Unterricht mit Kindern in rechtlicher und formaler Hinsicht zu beachten ist. In diesem Zusammenhang gibt es immer wieder zahlreiche Fragen und Unsicherheiten. Diese zu nehmen und aufzuklären, war die Intention des letzten Workshops.

Insgesamt war das Come Together eine lohnenswerte Veranstaltung, die angesichts der professionellen Referenten, der vielen Mühen und der Vor- und Nachbereitungsarbeit mehr Teilnehmer verdient hätte. Kompliment an die Organisatoren, allen voran der TRP-Jugendwartin Petra Lindemann, für die Auswahl der spannenden und wichtigen Themen. In den Dank eingeschlossen ist auch das örtliche Organisationsteam, das nicht nur zum Gelingen des Come together des TRP beigetragen hat. Ohne die vielen helfenden Hände hätten die Turniere und Aktionen des gesamten Ingelheimer Tanzsport-Wochenendes sicher nicht in dieser Form stattfinden können.

Text: Dr. Ulrike Esmann

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