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Deutschlandpokal HGR II S Standard und Latein in Kelkheim
24.11.2019 19:46
von Christine Reichenbach
Siegerehrung Deutschland Pokal HGR II S-Latein

Deutschlandpokal HGR II S Standard und Latein in Kelkheim

Der Deutschland Pokal der Hauptgruppe II S Standard und Latein wurde zehn Jahre in Folge in Düsseldorf ausgetragen. Zeit für eine Veränderung, dachte sich der Tanz-Sport-Club Fischbach, bewarb sich um die Ausrichtung und erhielt prompt den Zuschlag. Am 23. November reisten Paare, Funktionäre und Zuschauer ins hessische Kelkheim und freuten sich über eine gut gefüllte Stadthalle.

Den Anfang machten 17 Paare der Hauptgruppe II S-Standard, darunter zwei Paare aus Rheinland-Pfalz, die mit einem kleinen Stück Wiener Walzer vorgestellt wurden. Stuhlreihen ohne Tische an der langen Seite ermöglichten den Zuschauern, hautnah dabei zu sein. Eine sehr interessierte Dame, die in der ersten Reihe saß, tippte einen neben ihr stehenden Wertungsrichter auf die Schulter. „Sie kreuzen also an, wer gut ist?”, wollte sie wissen und deutete auf das Digi, das der Juror in der Hand hielt. „Das ist mein Job”, gab er sichtlich irritiert zur Antwort.

Nach dem Semifinale mit 13 Paaren qualifizierten sich sechs für die Endrunde. Harald Rybka/Sarah Rybka-Schmidt, TC Rot-Weiss Casino Mainz, sicherten sich als bestes Seniorenpaar einen begehrten Finalplatz und tanzten auf Rang sechs. Nicht nur der eigene Fanclub klatschte für die beiden - auch fremde Leute wurden durch ihr musikalisches Tanzen zum Anfeuern animiert. „Wir sind mit dem Turnier sehr zufrieden und haben uns gefreut, dass wir uns souverän ins Finale getanzt haben”, so Rybka-Schmidt. „Das Semifinale war mit einigen neuen Paaren sehr gut besetzt, wo man erstmal schauen musste, wo sie sich einordnen. Die Stimmung beim Turnier war super, das hat richtig Freude gemacht”.

Wie auch beim Standardturnier gab es bei den Lateinern einige Absagen. Das Feld des Deutschland Pokals der Hauptgruppe II S-Latein schrumpfte dadurch auf 13 Paare, die mit einer Solo-Samba vorgestellt wurden. Da es nicht auf Quantität ankommt, sondern auf Qualität, tat die kleinere Startzahl der Stimmung keinen Abbruch. Das Niveau war deutlich höher als im Vorjahr, was das Publikum lautstark rückmeldete. Tosender Applaus und Jubelrufe - manche Paare wurden regelrecht angebrüllt - spornte zu Höchstleistungen an. Unter den vier TRP-Paaren befanden sich drei neue Paarkonstellationen. Zwei davon sogar brandneu. Thomas Renkel/Carina Berg sowie Karabo Morake/Zeynep Karademir vom 1. TGC Redoute Koblenz u. Neuwied tanzen gerade mal sechs Wochen miteinander. Was die beiden Paare auf die Fläche zauberten, konnte sich sehen lassen und war zu recht finalwürdig. Stephan Wirth/Elisabeth Metzger, TC Rot-Weiss Casino Mainz, fanden sich im März 2019 auch als Tanzpaar zusammen und waren international von Anfang an sogar in der Hauptgruppe recht erfolgreich. Leider klappte es nicht mit der erwarteten Finalteilnahme. Die beiden tanzten auf den 9. Platz, gefolgt von Christian und Sandra Franck, TC Rot-Weiß Kaiserslautern, auf Platz zehn. Im Finale hieß es dann nochmals alles geben. Karabo Morake aus Südafrika mit seiner Partnerin Zeynep Karademir aus der Türkei waren echte Hingucker. Sie konnten die Zuschauer definitiv begeistern, nicht nur die mitgereisten Fans. Morake/Karademir belegten im Finale den 5. Platz, gefolgt von ihren Vereinskollegen Thomas Renkel/Carina Berg auf Platz sechs. „Wir hatten uns vorgenommen, dass beide Paare erst einmal das Finale erreichen, was uns tatsächlich gelungen ist”, so Trainer Torsten Esch. „Wenn man bedenkt, wie kurz die Vorbereitungszeit war, sind wir mit dem Ergebnis zufrieden”. Bei der aus beiden Turnieren errechneten Kombination kamen leider nur drei Paare in die Wertung. Hohe Anerkennung verdient die Leistung von Christian und Sandra Franck aus Kaiserslautern, die noch zu den ganz wenigen „Zehnkämpfern” im Tanzsport zählen. Sie belegten den dritten Platz. Die meisten Paare scheuen offensichtlich den erhöhten Trainingsaufwand und spezialisieren sich lieber auf eine Disziplin. Die Örtlichkeit für den nächsten Deutschland Pokal steht bereits fest. In 2020 findet die Veranstaltung in Berlin statt. 

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