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DM Senioren I S-Standard & DC U21 Standard, Latein, Kombination
21.10.2019 09:00
von Christine Reichenbach
William Lauth/Julia Maria Scherer, TSC Landau

DM Senioren I S-Standard & DC U21 Standard, Latein, Kombination

Im Bürgerzentrum Südstadt in Karlsruhe wurden am 19. Oktober neben der Deutschen Meisterschaft Senioren I S-Standard zusätzlich die Deutschland Cups U21 Latein und Standard ausgetragen. Aus den Ergebnissen dieser beiden Turniere errechnete sich der Deutschland Cup U21 Kombination. 

Die Anreise aus der Pfalz gestaltete sich nicht gerade einfach. Durch eine Sperrung auf der A65 und teilweise Sperrungen auf der B10 mussten größere Umwege in Kauf genommen werden. Die Landauer Delegation griff auf die Rhein-Fähre zurück, um noch rechtzeitig zum Turnierort zu kommen. 

Die Vorrunde des Deutschland Cups U21 Latein bestand aus elf Paaren. Unmittelbar im Anschluss hatte das einzige TRP-Paar William Lauth/Julia Maria Scherer vom TSC Landau, Gewissheit, dass sie mit Platz sieben nur knapp das Finale verpasst hatten. „Wir haben uns in letzter Zeit stark auf Standard fokussiert”, gestand William,  „und hauptsächlich wegen der Kombinationswertung an dem Lateinturnier teilgenommen”. Eine gute Entscheidung, wie sich später zeigte. 

Mit 36 Paaren startete die Deutsche Meisterschaft der Senioren I S-Standard, darunter drei rheinland-pfälzische Paare. Die U21 Tänzerinnen und Tänzer nutzten die Zeit zum umziehen und stimmten sich im Hintergrund auf Standard ein. Auch Lauth/Scherer bereiteten sich auf die nächsten fünf Tänze vor. Die Vorrunde der Senioren wurde in sechs Gruppen getanzt. Sehr zur Freude der Pfälzer kamen alle TRP-Paare in die 25er Runde. 

Nach der Verkündung der Paare, die weiter tanzen durften, kamen die U21 Standard Teilnehmer an die Reihe. „Die Standardsektion ist bei William und Julia die Crème de la Crème”, schwärmte eine mitgereiste Dame, früher selbst Turniertänzerin. Am Tisch wurde gefachsimpelt, Familien und Freunde klatschten begeistert zur Präsentation der Standardtänze des jungen Landauer Paares. Dass sich William und Julia für das Finale qualifizierten, war dem Fanclub sonnenklar. Bevor jedoch die Endrunde getanzt werden konnte, hieß es wieder warten. Denn nun stand das Viertelfinale der Senioren Meisterschaft auf dem Programm. Christian und Kim Weber, TanzZentrum Ludwigshafen, tanzten auf den 24. Platz. Für die Mainzer Harald Rybka/Sarah Rybka-Schmidt sowie Mark und Sina Turpin ging es erneut eine Runde weiter. Das Halbfinale wurde im Rahmen der Abendveranstaltung, des Jubiläumsballs zum 60-jährigen Bestehen des TSC Astoria Karlsruhe, ausgetragen. Genug Zeit zum Ausruhen und um sich auf den Wettkampf zu konzentrieren. Bevor sich die Örtlichkeit in einen Ballsaal verwandelte, wurden die Finalrunden der Deutschland Cups ausgetanzt. Nach der Lateinsektion wurde es ernst für William Lauth/Julia Maria Scherer, die sich sehr gut präsentierten. Als bei der Siegerehrung ein fremdes Paar nach dem anderen aufgerufen wurde, stieg am Tisch die Anspannung. Nervös wurde auf den Stühlen hin und her gerutscht und die kalten Hände gerieben. Als Platz drei zum Podest gebeten wurde, brach großer Jubel aus. „Wir haben das derzeit bestmögliche Ergebnis erzielt”, freuten sich William und Julia, die Rang zwei ertanzten. Der erste Platz ging an die amtierenden Deutschen Meister der Jugend A Standard. Diese konnten zwar nicht geschlagen werden, jedoch nahmen die Landauer ihnen ein paar Bestnoten ab. 

Nach einer leichten Mahlzeit beim Italiener um die Ecke kehrten die Halbfinalisten der Deutschen Meisterschaft Senioren I S zurück. Bevor das Turnier fortgesetzt wurde, gab es mehrere Showdarbietungen und Publikumstanzrunden. In festlichem Ambiente kämpften 13 Paare um den Einzug ins Finale. Die Mainzer Harald Rybka/Sarah Rybka-Schmidt tanzten ein super Turnier und belegten den 11. Platz. „In den ersten beiden Runden konnten wir eine sehr gute Leistung abrufen”, so Sarah Rybka-Schmidt. „Das Semifinale bestand aus einem homogenen Feld. Leider haben wir verglichen mit den ersten Runden einen Tick nachgelassen. Trotzdem sind wir mit unserer Leistung zufrieden. Besonders, dass wir das abrufen konnten, was wir in Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft trainiert hatten. In der Vorrunde hatten wir genau so viele Kreuze wie die Hälfte der Finalisten. Daran sieht man, dass definitiv noch was geht. Beim nächsten Mal werden wir wieder angreifen, dann ist vielleicht mehr drin.” Ihre Vereinskollegen Mark und Sina Turpin zeigten ebenfalls hervorragendes Tanzen und folgten auf Rang zwölf. Der Rahmen des Turniers fand großen Anklang. Eine ausverkaufte Veranstaltung mit Ball ist der Traum für jedes Turnierpaar und hat allen sichtlich Spaß gemacht, abends zu tanzen. 

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