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Landesmeisterschaft der Hauptgruppe Latein in Kaiserslautern
13.02.2020 14:00
von Christine Reichenbach
Siegerehrung der Landesmeisterschaft Hauptgruppe S-Latein

Landesmeisterschaft der Hauptgruppe Latein in Kaiserslautern

Am zweiten Tag des Meisterschaftswochenendes in Kaiserslautern war die Halle auch bei der Hauptgruppe bis zum Schluss gut gefüllt. Mit fortschreitender Dauer erhöhte sich der Lärmpegel merklich und fand seinen Höhepunkt beim Turnier der S-Klasse. Während gegen Nachmittag das Orkantief „Sabine” langsam Fahrt aufnahm, ließ sich drinnen niemand aus der Ruhe bringen. Obwohl der ein oder andere sicher darüber nachdachte, ob im Garten wohl etwas wegfliegen könnte. Da nur fünf Turniere auf dem Programm standen, wurde der Beginn erst für 12 Uhr festgesetzt.

Bei der Hauptgruppe A-Latein, welche mit neun Paaren besetzt war, ging es lautstark zu. Das Publikum tobte, dabei hatte die Musik noch nicht einmal eingesetzt. Es wurden Namen und Startnummern gebrüllt, gejubelt und geklatscht. Die Anfeuerungen zeigten Wirkung, denn Leo Werner/Fabienne Theobalt verwandelten ihren bisherigen Bronzestatus in Gold. „Für die gigantische Unterstützung unseres Umfeldes und aller Menschen, die uns auf unserem Weg begleiten, sind wir unheimlich dankbar. Besonders danken möchten wir dem Kaderbeauftragten Latein Heinz Pernat, der uns mit lobenden Worten und guter Kritik zu besserem Tanzen motiviert.” Am Ende des Interviews brannte es Leo Werner auf der Seele, seiner Partnerin Fabienne noch etwas zu sagen: „Mein tiefster Respekt und Bewunderung gilt meiner fantastischen Tanzpartnerin. Ich weiß, wie viel sie mit ihrem Masterstudium, der Arbeit als Werkstudentin, einer erfolgreichen Beziehung und vielen Freundschaften an Verantwortung trägt und Energie lässt. Dennoch schafft sie es immer 100 % fit, zuverlässig, loyal dem Tanzen und mir als Tanzpartner gegenüber zu sein. Sie ist mein größter Tanzschatz und ich freue mich auf weitere gemeinsame Erlebnisse und Erfolge im Tanzsport.” Thomas Schulz/Emmy Prochnau und Martin Schulz/Alexandra Nikulina ließen keinen Zweifel aufkommen, dass sie die anderen Medaillenränge besetzen wollten. Thomas und Emmy holten Silber und freuten sich riesig über den damit verbundenen Aufstieg in die S-Klasse. Emmys Mutter über die Ergebnisse am Wochenende: „Wir wussten, dass Thomas und Emmy kurz vor dem Aufstieg in die S-Klasse standen, weshalb sie am zweiten Tag noch mehr nach einer Platzierung strebten. Dass Thomas mit 16 und Emmy mit nur 14 Jahren bereits die S-Klasse erreichen, war einfach überwältigend. Wir haben wunde Hände vom Klatschen und der Hals tat weh vom lauten Anfeuern.” Martin und Alexandra folgten auf dem dritten Platz. Auch von diesem Paar wird man sicherlich noch viel hören. 

Das Turnier der Hauptgruppe S-Latein bildete den Abschluss des Turniertages. Nachdem Eugen Plotnikov/Sophie Schütz in die Professional Division wechselten, war der Platz an der Spitze frei. Justin Lauer/Alisia Trunov, international viel unterwegs und auch recht erfolgreich, wurden als würdige Nachfolger gehandelt. Die beiden wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen das Turnier mühelos mit allen Bestnoten. „Auch als Spitzenpaar hat man immer noch etwas Bauchkribbeln und Respekt vor den Paaren und den Wertungsrichtern”, so Trunov. „In unserem ersten Hauptgruppenjahr sofort Meister zu werden, hat uns sehr gefreut. Wir werden daran arbeiten, diesen Titel noch einige Jahre aufrecht zu erhalten.” Karabo Morake/Zeynep Karademir gewannen seit dem Deutschland Cup der Hauptgruppe II an Routine dazu und avancierten zum Publikumsliebling. Der Südafrikaner und seine aus der Türkei stammende Tanzpartnerin zogen sämtliche Blicke auf sich und spielten gekonnt mit dem Publikum. Morake zog Ende 2018 der Liebe wegen in die Nähe von Trier. Im Juli 2019 traf er Zeynep auf Facebook, die plante, mit ihrem Ehemann von der Türkei nach Luxemburg zu ziehen. Ein erstes persönliches Treffen in Wuppertal bei der danceComp brachte Karabo die Erkenntnis, die oder keine. Nach dem Umzug nach Luxemburg im Oktober stand einer Tanzpartnerschaft nichts mehr im Weg. Der Finaleinzug beim Deutschlandpokal nach nur wenigen Wochen Training zeigte den beiden, dass sie auf dem richtigen Weg sind. „Unsere Motivation ist die Liebe zum Tanzen“, gestand Karabo. „Ich tanze mittlerweile seit 18 und Zeynep seit fast neun Jahren. Uns verbindet eine gemeinsame Leidenschaft, die uns vorantreibt. Wir möchten uns ständig weiterentwickeln und uns verbessern. Das Feuer, das in uns brennt, gibt uns dafür die nötige Energie. Als neues Paar müssen wir zehnmal mehr arbeiten als alle anderen, die bereits viele Jahre zusammen gewachsen sind. Dazu kommen noch die vielen Regeln, die in Deutschland gelten. Manchmal sind wir unsere größten Kritiker und Perfektionisten, aber wenn wir übermäßig kritisch sind, verbessern wir uns. Es gibt ein Sprichwort, das besagt, dass man sich mit einer Reise niemals wohl und zufrieden fühlen sollte. Harte Arbeit ist Erfolg.” Dass sich die harte Arbeit ausgezahlt hatte, bewies der ertanzte zweite Platz. Leo Werner/Fabienne Theobalt, die als Sieger der A-Klasse mittanzten, belegten Platz drei, den sie als zusätzliche Bestätigung für ihren Trainingsfortschritt sahen. 

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